Rückblicke

Nachfolgend finden Sie einige Berichte und Informationen zu vom FORUM NEURODIVERS iniziierten Diskussionsrunden.

 

Vergangenes zum FORUM NEURODIVERS

DGPPN 2024 / Berlin, 28.11.2024

(Social) Media-Hype und ADHS: Hilfe oder Dilemma für eine Entstigmatisierung?

28.11.2024 fand auf dem DGPPN 2024 das 3. Diskussionsforum mit rund 400 Vorort-Teilnehmer*innen und weiteren Online-Teilnehmer*innen statt.

Per Live-Online-Umfrage unter den anwesenden Kongressteilnehmer*innen wurde zudem die Meinung zu verschiedenen Fragen eingefangen und in die Diskussion mit eingebunden.

Chairs & Diskutant*innen:
PD Dr. D. Schöttle, Hamburg-Harburg
Dr. A. Neuy-Lobkowicz, Aschaffenburg / München
Prof. Dr. A. Philipsen, Bonn
Prof. Dr. G. Schomerus, Leipzig
Dr. M. Bea, Berlin
O. Just, Freiburg
J. Knörnschild, Berlin

In den Medien und vor allem in Sozialen Medien gibt es eine sehr stark wachsende Anzahl von Veröffentlichungen / Posts zu ADHS und „Outings“ ADHS-Betroffener.

Gleichzeitig steigt die Zahl der populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen und der persönlichen Erfahrungsberichte zum Thema in den letzten zwei Jahren deutlich an. Gerade immer mehr InfluencerInnen, „Personen des öffentlichen Lebens“ (vor allem jüngere Menschen) gehen auf dieses Thema ein, „outen“ sich oft als ADHS-Betroffene/r.

Social Media als Chance & Hilfe?! Dies hat einerseits den Vorteil, dass Menschen sehr niedrigschwellig zu Informationen über ADHS kommen und die entstigmatisierende Wirkung „jemand mit ADHS zu kennen“ hier für eine breite Masse ermöglicht wird.

Social Media als Dilemma der Entstigmatisierung!? Social Media hat aber auch Schattenseiten, für Profis, Angehörige und Betroffene. Es wird teilweise „normales Verhalten“ pathologisiert, ADHS als Rechfertigung und Entschuldigung sowie Erklärung für Verhaltensweisen genommen, medizinische und soziale Leistungen in Anspruch genommen, die zu einer Überforderung des Systems führen. ADHS-Betroffene fühlen sich durch die Berichte nicht ernst genommen oder in ihren leidvollen Erfahrungen nicht gesehen.

Entstigmatisierung kann somit auch zu unnötiger Pathologisierung und wiederum Stigmatisierung führen. …

Veröffentlichungen / Berichte zu diesem Diskussionsforum

Social Media – ADHS-Kanäle: Hilfe oder Irreführung?
Frederike Klein / Springer Medizin (05.12.2024)
Social-Media-Kanäle können zur ADHS-Aufklärung beitragen, bergen aber auch Risiken
 Frederike Klein / Medical Tribune (09.01.2025)

DGPPN 2023 / Berlin, 02.12.2023

Am Samstag Morgen (02.12.2023) fand das 2. Diskussionsforum mit dem Titel „Neurodivers, krank oder beides: Aspekte der Neurodiversität: Entstigmatisierung – Befähigung – „Schön-Rederei“ mit über 200 Teilnehmer*innen auf dem DGPPN 2023 statt.

Nach kurzer Einführung durch PD Dr. D. Schöttle und Dr. A. Neuy-Lobkowicz und einem Rückblick auf das Diskussionsforum des DGPPN 2022 folgten 5 Impulsvorträge:

– Impuls 1: Perspektive der Wissenschaft / Prof. A. Philipsen
– Impuls 2: Perspektive des Behandlers / Dr. A. Neuy-Lobkowicz
– Impuls 3: Die Perspektive eines Betroffenen / O. Just
– Impuls 4: Perspektive Entstigmatisierung / Prof. G. Schomerus
– Impuls 5: Perspektive der Selbsthilfe / Dr. M. Bea

Diese einleitenden Impulsvorträge beleuchteten verschiedene Aspekte der Neurodiversität mit dem Fokus ADHS & Arbeitwelt / Beruf aus der jeweiligen Perspektive Wissenschaft – Behandler – Betroffener – Entstigmatisierung – Selbsthilfe.

Nicht nur die Diskutant*innen des Forums, sondern auch die über 200 im Plenum sitzenden Kongressteilnehmer*innen beteiligten sich mit vielen Impulsen, fachlichen und persönlichen Erfahrungen und weiteren Fragestellungen an der Diskussion.

Per Live-Online-Umfrage unter den anwesenden Kongressteilnehmer*innen wurde zudem die Meinung zu verschiedenen Fragen eingefangen und in die Diskussion mit eingebunden. Diese Ergebnisse finden Sie nachfolgend.

Vielen Dank an Prof. A. Philipsen, Prof. G. Schomerus und Dr. M. Bea – und auch allen aktiven Teilnehmer*innen, die durch ihre Impulse und Stimmungsabgabe das Diskussionsforum inhaltlich unterstützt haben.

Ergebnisse der Live-Umfrage – N=92 (unter den anwesenden Kongress-Teilnehmer*innen)

DGPPN 2022 / Berlin, 25.11.2022

Am 25.11.2022 fand auf dem DGPPN 2022 das 1. Diskussionsforum mit dem Titel „Neurodivers, krank oder beides: Ist ADHS eine Erkrankung oder ein Ausdruck der mesnchlichen Neurodiversität?“ mit über 240 Teilnehmern statt.

Nach kurzer Einführung durch PD Dr. D. Schöttle und Dr. A. Neuy-Lobkowicz folgten 5 Impulsvorträgen, die das Thema Neurodiversität bei ADHS aus trialogischer Perspektive beleuchteten, wurde differenziert zu unterschiedlichen Aspekten von Neurodiversität diskutiert.

Nicht nur die 6 Diskutant*innen, sondern auch die im Plenum sitzenden Kongressteilnehmer*innen beteiligten sich mit vielen Impulsen, fachlichen und persönlichen Erfahrungen und weiteren Fragestellungen an der Diskussion.

Per Live-Online-Abstimmung unter den anwesenden Kongressteilnehmer*innen wurde zudem die Meinung zu 2 Fragen eingefangen und in die Diskussion mit eingebunden.

Vielen Dank an Prof. A. Philipsen, Dr. C. I. Malke, Dr. M. Bea sowie L. Johanssen – und auch allen aktiven Teilnehmer*innen, die durch ihre Impulse und Stimmungsabgabe das Diskussionsforum inhaltlich unterstützt haben.

Ergebnisse der Live-Umfrage – N=89 (unter den anwesenden Kongress-Teilnehmer*innen)